Mädchen (17) erschossen!

Trennung nicht akzeptiert!

(10.04.2025) Eine Woche nach der tödlichen Gewalttat an einer Jugendlichen in Wetzlar wird deutlich: Die 17-Jährige hatte ihren mutmaßlichen Mörder bereits bei der Polizei angezeigt. Gegen den 32-jährigen Mann, ein früherer Neonazi mit krimineller Vergangenheit, wurde vor der Tat eine Gefährderansprache durchgeführt.

Polizei war gewarnt – Opfer kannte die Gefahr

Bereits Mitte März erstattete die 17-Jährige Anzeige wegen Körperverletzung und versuchter Nötigung gegen den Mann. Die Polizei suchte ihn daraufhin zu Hause auf und informierte ihn im Rahmen einer präventiven Gefährderansprache, dass er unter Beobachtung stehe. Auch das Opfer wurde informiert – es erhielt Hinweise auf eine einstweilige Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz. Doch laut Angaben des Amtsgerichts Wetzlar wurde kein entsprechender Antrag gestellt.

Am Donnerstagmorgen vergangener Woche lauerte der Mann der 17-Jährigen auf einem abgelegenen Feldweg im Wetzlarer Stadtteil Blasbach auf. Er hatte eine illegal besessene Schusswaffe bei sich – und schoss. Die Jugendliche wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, starb jedoch kurze Zeit später. Der Täter richtete die Waffe anschließend gegen sich selbst. Er wurde zunächst notoperiert, verstarb jedoch am Montag.

Motiv: Trennung nicht akzeptiert

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann die Trennung von der Jugendlichen nicht akzeptieren wollte. Beide sollen eine kurze Beziehung geführt haben, die jedoch schon Monate vor der Tat endete.

Laut den Ermittler:innen handelt es sich um einen möglichen Femizid – also die Tötung einer Frau durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner, motiviert durch Besitzdenken oder verletzte Männlichkeit.

Täter war einschlägig vorbestraft

Die Frankfurter Rundschau identifizierte den Täter als Francesco M. aus Wetzlar – mit einer bekannten Vergangenheit in der hessischen Neonazi-Szene. Im Jahr 2011 wurde er wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung zu mehr als fünf Jahren Jugendhaft verurteilt. Er hatte 2010 gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Gruppe „Anti-Antifa Wetzlar“ einen Brandanschlag auf das Haus eines kirchlich engagierten Antifaschisten verübt – während dessen Frau und drei Kinder im Haus schliefen. Nur durch Glück wurde damals niemand verletzt.

(fd)

Online-Plattform X gestört

Offenbar technische Probleme

Trump droht mit Zöllen

im Streit um Grönland

A10-Tunnel in Salzburg wieder frei

früher als geplant

Lawinenabgang fordert Toten

Drama in Tirol

11.752 Bons bereits beantragt

"Geräte-Retter-Prämie"

700.000 Menschen häufig einsam

Caritas-Studie in Österreich

Rauchen wird ab Montag teurer

10 bis 40 Cent mehr pro Packung

Kind per Golfcart zur Schule

Sasha hat keinen Führerschein