MacBook bei 170° gebacken

Ein Programmierer aus den USA hat sein kaputtes MacBook repariert, indem er es gebacken hat. Der Apple-Computer von Sterling Hirsh ist eingegangen, weil er regelmäßig extrem heiß geworden ist. Teilweise hatte er über 100 Grad. Die Lösung des Bastlers: Die Hauptplatine ausbauen, auf ihr befindet sich zum Beispiel der Prozessor, sieben Minuten bei 170 Grad in den Ofen – fertig.

Das ganze heißt Reflow-Löten und funktioniert, sagt IT-Experte David Kotrba von futurezone.at:
"Was dabei passiert ist, dass aufgebrochene Lötverbindungen durch die Hitze wieder verflüssigt werden und quasi wieder zusammenwachsen. Man muss sich wirklich gut auskennen und alle Komponenten auf der Platine entfernen, die nicht in den Backofen gesteckt werden sollten. Es gibt eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit, wenn man dann alles schön wieder zusammenbaut, dass der Computer wieder läuft."

Kotrba empfiehlt übrigens, es nur nachzumachen, wenn man sich gut auskennt oder in Kauf nehmen kann, dass das Gerät am Ende im schlimmsten Fall ganz kaputt ist. Bei Smartphones funktioniert es übrigens nicht so gut. Hier sind die Teile zu eng aneinander gebaut oder sogar miteinander verklebt. Die zu lötenden Teile lassen sich kaum ausbauen.

Sterling Hirsh hat die etwas andere Back-Session in seinem Blog dokumentiert.

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