Mäuseplage in Australien

Hoffnung nach Hochwasser

(24.03.2021) Dürre, verheerende Feuer, die Corona-Pandemie und nun auch noch eine Mäuseinvasion - der Bundesstaat New South Wales mit seiner schillernden Metropole Sydney hat in den vergangenen Jahren so ziemlich jedes denkbare Naturdesaster erlebt. Nicht umsonst sprach der australische "Guardian" von einer "Mäuseplage biblischen Ausmaßes". Bürger berichteten von Mäusekot auf ihren Kopfpolstern und davon, dass sich im Schein von Taschenlampen der ganze Vorgarten bewegte. Vielerorts sind Mausefallen längst ausverkauft. Und auch die Ernte ist durch die Invasion der Nagetiere bedroht.

"Hunderte von Mäusen, die Regale mit Lebensmitteln leerräumen und alles fressen, was ihnen unter die Augen kommt: Es klingt wie eine Szene aus einem Horrorfilm." So umschrieb der australische Fernsehsender ABC vor wenigen Tagen das, was sich seit Monaten im Südosten von "Down Under" abspielt. In den Outback-Örtchen Tottenham, Walgett und Gulargambone wurden drei Patienten gar in Krankenhäusern von Nagern gebissen. Da blieb nur eins: Auf heftigen Regen zu hoffen, auf dass die Mäuse in ihrem Bau ertrinken und das Land von der Plage gereinigt werden möge. Die Gebete wurden zwar in gewisser Weise erhört, allerdings steht nun die halbe Region unter Wasser.

Vermutlich sind zahlreiche Tiere in den Wassermassen ertrunken - im Internet kursierten Fotos von im Wasser treibenden Kühen und Kängurus, ein entkräfteter Emu wurde in letzter Minute in ein Boot gezogen und gerettet. Abertausende Spinnen krabbelten an Häuserwänden und Zäunen hoch, um sich zu retten. Und was ist mit den Mäusen? "Ich bin gerade in meiner Garage und würde hier normalerweise 50 bis 80 Mäuse pro Tag aufsammeln, aber derzeit finde ich nur fünf bis zehn. Das ist für uns ein massiver Rückgang", zitierte "ABC" Enid Coupé aus der Kleinstadt Walgett im Hinterland der Region.

Hintergrund der Plage: Nach Jahren der Dürre haben das ländliche New South Wales und Teile von Queensland nach der letzten Regenzeit eine Rekordernte verzeichnet. Der Zuwachs an Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen erfreute nicht nur die Farmer, sondern auch die Mäuse. Zunächst explodierte deren Zahl im Oktober im tropischen Norden, dann breiteten sich die grauen Tiere immer weiter Richtung Süden aus. "ABC" sprach von der schlimmsten Plage seit Jahrzehnten. Mittlerweile näherten sich die Nager auch der Grenze zum Bundesstaat Victoria.

(fd/apa)

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