Mann hackt Penis ab

Wahnvorstellung wegen Pilzen

(03.10.2024) Ein schockierender Vorfall in Österreich hat weltweit für Aufsehen in medizinischen Kreisen gesorgt: Ein 37-jähriger Mann aus Feldkirch in Vorarlberg verstümmelte sich selbst mit einer Axt, nachdem er eine große Menge halluzinogener Pilze konsumiert hatte. Der Mann, der unter Depressionen litt und gelegentlich übermäßig Alkohol trank, befand sich allein in seinem Ferienhaus, als er vier bis fünf sogenannte "Magic Mushrooms" mit dem Wirkstoff Psilocybin einnahm. Unter dem Einfluss der Pilze zerteilte er sein eigenes Geschlechtsteil in vier Teile. Anschließend legte er die abgetrennten Teile zusammen mit Erde in ein Glas, wie aus einem Bericht des Akademischen Lehrkrankenhauses in Feldkirch hervorgeht.

Glück im Unglück

Glücklicherweise entdeckte ein Passant den Mann wenig später. Er war sichtbar verwirrt und stand kurz davor, aufgrund des Blutverlusts zu sterben. Vom nächstgelegenen Dorf wurde er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits sechs Stunden seit der Selbstverstümmelung vergangen.

Die Ärzte im Spital Feldkirch konnten Teile seines Geschlechtsteils retten. Sie nähten die Penisspitze und zwei Zentimeter des Schafts wieder an; allerdings mussten fünf Zentimeter entfernt werden. Vier Monate nach dem Eingriff hatte der Mann laut den Medizinern wieder einen normalen Harnfluss und konnte Erektionen bekommen, wie sie in ihrem Artikel im Fachjournal "Mega Journal of Surgery" berichteten. Nach der Operation litt der Patient unter religiösen Wahnvorstellungen und zeigte weiterhin psychotische Symptome. Er benötigte daher intensive psychiatrische Betreuung und medikamentöse Behandlung.

Psilocybe mexicana

Psilocybin, der aktive Wirkstoff in den halluzinogenen Pilzen, ist zwar als Freizeitdroge bekannt, gewinnt aber auch in der medizinischen Forschung an Bedeutung. Es wird als potenzielles Mittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen untersucht. Solch extreme Nebenwirkungen wie in diesem Fall sind jedoch selten. Eine Studie im "Journal of Psychopharmacology" hat die Nebenwirkungen von Psilocybin-Pilzen analysiert und festgestellt, dass derartige Reaktionen ungewöhnlich sind.

(MB)

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