Massenhungersnot in Gaza

111 Hilfs-NGOs klagen an

(23.07.2025) Wie ist das Leid zu lindern? Mehr als 100 Hilfsorganisationen haben angesichts der verheerenden Lage im Gazastreifen wegen Israels Krieg gegen die militante Palästinenserorganisation Hamas vor der Ausbreitung einer "Massenhungersnot" gewarnt. In einer am Mittwoch veröffentlichten und von 111 Organisationen unterzeichneten Erklärung hieß es, dass "unsere Kollegen und die Menschen, denen wir helfen, dahinsiechen". Zu den Unterzeichnern gehören Ärzte ohne Grenzen (MSF), Save the Children und Oxfam.

Die Organisationen forderten sofortige Verhandlungen über eine Waffenruhe, die Öffnung aller Grenzübergänge und die Rückkehr zu von der UNO kontrollierten Hilfsstrukturen und den ungehinderten Fluss von Hilfsgütern. Die UNO hatte am Dienstag mitgeteilt, dass israelische Soldaten seit Beginn der Arbeit der von den USA und Israel unterstützten, umstrittenen Hilfsorganisation GHF Ende Mai mehr als 1.000 Palästinenser getötet hätten, während diese versuchten, sich Nahrungsmittel zu verschaffen. Einen anderen Hilfsmechanismus als die GHF lässt Israel nicht zu. Vor der GHF hatte Israel wochenlang jede Hilfe blockiert. Wegen der katastrophalen humanitären Lage im Gazastreifen steigt der internationale Druck auf Israel. Die USA erklärten unterdessen, dass ihr Sondergesandter Steve Witkoff diese Woche zu Gesprächen über die Lage im Gazastreifen nach Europa und anschließend möglicherweise in den Nahen Osten reist.

"Systematische Zerstörungen" von Gesundheitsanlagen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) äußerte nach der Beschädigung eines zentralen Warenlagers in Deir al-Balah scharfe Kritik am Umgang mit Gesundheitseinrichtungen im Gazakrieg. Der Angriff auf das WHO-Hauptlager in Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens sei "Teil einer systematischen Zerstörung von Gesundheitsanlagen", teilte die Organisation auf der Plattform X mit, ohne einer Partei konkret die Schuld dafür zu geben.

Die WHO hatte zuvor aber Israels Armee vorgeworfen, in Einrichtungen der Organisation in Deir al-Balah eingedrungen und dort etwa Mitarbeiter festgenommen zu haben. Israels Armee sagte, sie seien "der Beteiligung am Terrorismus verdächtigt" gewesen. Die meisten seien nach Vernehmungen vor Ort wieder freigelassen worden.

Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den neuen Vorwürfen der "systematischen Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen". In der Vergangenheit hatte sie betont, sie unternehme große Anstrengungen, um den Schaden für zivile Gebäude zu begrenzen.

Aufnahm soll stark beschädigtes Lager zeigen

Die WHO veröffentlichte auch Aufnahmen, die das stark beschädigte Lager zeigen sollen. Der Angriff habe Explosionen und einen Brand im Inneren verursacht. Berichte über Opfer gab es bei dem Vorfall nicht.

Das israelische Militär war jüngst in den Südwesten von Deir al-Balah eingerückt, um dort eigenen Angaben nach die Hamas und andere Terrororganisationen zu bekämpfen.

(fd/apa)

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