Matura-Erleichterungen '21

Schüler machen Druck

(18.01.2021) Der coronabedingte Fernunterricht bringt Oberstufenschüler teilweise psychisch an ihre Grenzen. Viele könnten sich nicht mehr gut motivieren und seien durchgehend müde, berichtet Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek. Sie könne zwar angesichts der britischen Virusmutation die spätere Rückkehr in die Klassen nachvollziehen. Schüler müssten nun aber unbedingt die Möglichkeit bekommen, eventuelle Bildungslücken zu schließen. Für die Matura will sie zusätzliche Erleichterungen.

Es müssten dieselben Regeln gelten wie für den ersten Corona-Jahrgang 2020, betont Bosek im Gespräch mit der APA. Damals gab es u.a. schriftliche Klausuren nur in drei Fächern, die mündliche Matura war nur freiwillig.

Für die Matura 2021 hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bereits Erleichterungen vorgelegt, die teils mit jenen des Vorjahrs ident sind: Auch diesmal ist die Präsentation der Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) nur freiwillig, bei den schriftlichen Klausuren wird erneut die Arbeitszeit um eine Stunde verlängert und wie im Vorjahr wird außerdem die Jahresnote wieder in die Maturanote (sowohl schriftlich als auch mündlich) einbezogen. Außerdem können diesmal die Themenbereiche bei der mündlichen Matura um maximal ein Drittel gekürzt werden. Der Antritt ist allerdings verpflichtend vorgesehen.

Fairtura - zu wenig!

Bundesschulsprecherin Bosek, den Elternvertretern der mittleren und höheren Schulen und der Initiative "Fairtura" ist das zu wenig. "Täglich melden sich bei uns verzweifelte Schülerinnen und Schüler, die sich im Stich gelassen fühlen und aufgrund des Distance Learnings von Konzentrationsschwierigkeiten, fehlende Lernmotivation und geringem Lernerfolg berichten", berichten die Initiatoren der "Fairtura"-Petition mit bisher rund 19.000 Unterschriften am Montag in einer Aussendung. Die Maturanten befänden sich seit Monaten im Fernunterricht, "in unserer Situation scheint die halbherzige freiwillige Reduzierung von Themenkörben der mündlichen Matura um 30 Prozent absurd". Auch sie wollen, dass die mündliche Matura 2021 nicht verpflichtend ist.

Bundesschulsprecherin Bosek fordert unterdessen ein generelles Konzept für die Notengebung unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie. Auch erneute Aufstiegsklauseln seien nötig, "sonst fallen sehr viele Schülerinnen und Schüler dieses Jahr durch". Im vergangenen Schuljahr gab es wegen der Pandemie Sonderregeln beim Sitzenbleiben: Mit nur einem Fünfer im Zeugnis durften Schüler jedenfalls in die nächste Klasse aufsteigen. Auch bei zwei oder mehr Nicht Genügend war der Aufstieg ohne Wiederholungsprüfung bei Zustimmung der Lehrerkonferenz möglich.

zu wenig Unterstützungspersonal

Eine Kürzung der Sommerferien, um die weggefallenen Präsenzunterrichttage zu kompensieren, ist für Bosek indes keine Option: Sie will eine ausgeweitete Sommerschule in mehr Fächern als nur Deutsch oder Ergänzungsunterricht für schwächere Schüler, die man beim Fernunterricht verloren hat. Sie fordert außerdem mehr Angebote, um die psychische Gesundheit der Schüler zu fördern. Die Schulleitungen sollten den Schülern stärker kommunizieren, an welche Ansprechpartner oder Hotlines sie sich bei Problemen wenden können. Zusätzlich brauche es endlich mehr Unterstützungspersonal, die Schüler würden sich sehr allein gelassen fühlen. Derzeit laufe auch eine bundesweite Umfrage der Bundesschülervertretung, wie es den Schülern psychisch geht. "Lehrer berichten davon, dass sich auch gute Schüler immer mehr zurückziehen. Meiner Meinung nach ist das das größte Problem, das gerade vorherrscht."

(apa/ak)

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