Mordserie: Frauenhäuser wütend

"Politik muss endlich was tun"

Wann endet die schreckliche Serie von Familientragödien in Österreich? Die Frauenhauser sind wütend und schießen nach dem Blutbad von Kottingbrunn scharf gegen die Politik. Das Drama, bei dem ein 31-Jähriger seine Frau und seine beiden Kinder ermordet haben soll, ist heuer bereits die 14. blutige Gewalttat mit insgesamt 16 Todesopfern - und das allein in Niederösterreich. Hinzu kommen Tragödien aus den anderen Bundesländern wie beispielsweise der Fünffach-Mord von Kitzbühel.

Viele der Taten haben eines gemeinsam: Einen männlichen Täter, der ein Beziehungs-Aus nicht akzeptieren will. So wie in Kitzbühel, oder auch im Fall der auf einem Spielplatz in Wr. Neustadt ermordeten 16-Jährigen. Hinzu kommen nicht tödliche Fälle, wie der Bombenanschlag auf eine Kärntnerin. Ihr Ex soll ihr den Sprengsatz vor die Tür gelegt haben.

Und schon im Vorfeld sind meist Anzeichen für die Tragödie da, doch niemand verhindert sie, kritisiert Maria Rösslhumer von den Autonomen Österreichischen Frauenhäusern:
„Es heißt dann immer von den Behörden, dass man nichts tun kann. Wir können sehr wohl etwas tun. Es darf nicht zur Normalität werden, dass gewalttätige Männer ausrasten und Familien auslöschen. Wir sind inzwischen wirklich sehr wütend und die Politik muss dieses Thema jetzt wirklich angehen.“

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