Ö: Buschmücke macht sich breit

Steirer kollabiert nach Stich

Ein Mückenstich mit krassen Folgen! Ein Steirer ist in seinem Garten von einer Mücke gestochen worden. Seine Hand ist dick angeschwollen, Stunden später ist der Mann sogar kollabiert. Eine Woche lang hat er unter Schmerzen gelitten. Sicher ein Extremfall, der Mann dürfte laut Experten auch allergisch reagiert haben. Dennoch fragt man sich, welche Mücke ihn genau gestochen hat?

Es könnte eine asiatische Buschmücke gewesen sein. Die hat sich in den letzten Jahren in Österreich richtig breit gemacht. Und sie kann theoretisch auch heimtückische Infektionskrankheiten übertragen, z.B. das Westnilfieber. Gelsen-Experte Bernhard Seidel:
"Viele dieser Krankheiten sind für einen gesunden Erwachsenen kein großes Problem. Aber Kinder, Schwangere und ältere Menschen sind Risikogruppen. Bei denen können die Infektionskrankheiten auch zu Hirnhautentzündungen führen."

Richtig gefährlich wird es beim Blutspenden, warnt Seidel:
"Wenn ich als Erwachsener keine Symptome habe und somit als vermeintlich gesunder Mensch Blut spende, dann gebe ich diese Viren ja über die Blutkonserve weiter. Und bei Menschen, die beispielsweise nach einer Operation geschwächt sind, kann das fatale Folgen haben."

Seidel kritisiert auch die Behörden:
"Stechmücken-Krankheiten sind in Österreich bereits seit den 50er-Jahren nicht meldepflichtig. Sie kommen aber vor. Und wehe dem, der nicht die entsprechenden Abwehrkräfte mitbringt."

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