Mückstein lockert früher

Zahlen besser als erwartet

(25.05.2021) Die nächsten Lockerungen könnte es schon früher geben als geplant. Bundeskanzler Sebastian Kurz von der ÖVP hat sich ja für den 17. Juni ausgesprochen. Jetzt legt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein von den Grünen nach, der sich weitere Lockerungen bereits ab dem 10. Juni vorstellen kann.

Die derzeitigen Entwicklungen seien positivere als es zu erwarten war, so Mückstein, der die Sperrstunde von 22 Uhr auf Mitternacht verlegen würde. Auch in Innenräumen könnten dann acht statt vier Personen - jeweils plus Kinder - zusammensitzen.

Im Freien soll es auch bei Outdoor-Veranstaltungen keine Masken mehr geben. Bleiben sollen sie, wo viele Menschen zusammenkommen, z.B. in Schulen, wohl auch im Handel. Da kann sich der Gesundheitsminister aber ab Juli einen Wechsel von der FFP2-Maske auf einen einfachen Mund-Nasen-Schutz vorstellen. Dass es zum Koalitionskrach gekommen war, begründete Mückstein damit, dass der Kanzler mit Vorschlägen seines Ressorts an die Öffentlichkeit gegangen war und damit der gemeinsame Pfad verlassen worden sei. Er hätte zuerst die Pläne mit Sozialpartnern, Ländern und Opposition besprechen wollen.

Bis kommenden Mittwoch wird der Kanzler telefonisch mit Sozialpartnern und Landeshauptleuten über deren Vorschläge diskutieren, am Freitag wird dann bei einem Gipfel, zu dem auch Experten gebeten sind, entschieden.

Kurz sah die aktuelle Entwicklung extrem positiv. Man gehe behutsam und vorsichtig vor. Aber wenn es möglich sei, werde gelockert. Dies soll in zwei Schritten erfolgen, einer eben am 17. Juni, oder eben auch früher, ein weiterer Anfang Juli. Für diesen stellte Mückstein die Abhaltung von Hochzeiten in Aussicht. Die erste, zu der er eingeladen werde, werde er besuchen, versprach der Minister. Zugesichert wurde von Mückstein auch, dass noch im Juni alle, die geimpft werden wollen, einen ersten Stich erhalten werden. Erfreulich ist für ihn, dass wohl schon mit Freitag von der EMA die Impfung für Jugendliche ab zwölf zugelassen werden soll.

(APA/JF)

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