Mutation erreicht Nachbarn

in Italien nachgewiesen

(21.12.2020) Die Corona-Mutation ist auch bei unseren Nachbarn nachgewiesen worden: Die neue Variante hat auch Italien erreicht! Die Mutation wurde bei einem Patienten nachgewiesen, der in den letzten Tagen von Großbritannien nach Rom zurückgekehrt war. Der Patient befindet sich mit seiner Familie in Quarantäne. Außerhalb Großbritanniens sind bisher elf Fälle gemeldet worden - neun in Dänemark und je einer in den Niederlanden und Australien.

Landeverbote
Die Mutation ist vor kurzem in Großbritannien entdeckt worden. Danach haben zahlreiche Länder - darunter Österreich - Landeverbote für Flüge aus Großbritannien ausgesprochen. Die Niederlande weiten ihren Einreisestopp für Reisende aus Großbritannien auch auf Passagiere von Fähren aus.

Verordnung in Österreich ab Dienstag
Die österreichische Verordnung tritt am Dienstag um 00.00 Uhr in Kraft und ende mit Ablauf des 1. Jänner 2021. "Rasche Maßnahmen sind in dieser gefährlichen Situation das Gebot der Stunde", so Außenminister Alexander Schallenberg am Sonntagabend. "Wir haben Großbritannien bereits darüber informiert, dass wir zum Schutz unserer Bevölkerung diese einschneidende Maßnahme treffen müssen. Die Mutation zeigt die große Gefahr, die weiterhin von diesem Virus ausgeht."

Es gibt ja bereits strenge Auflagen, betont das Gesundheitsministerium: Großbritannien wird als Staat mit erhöhtem Infektionsrisiko angesehen, weshalb für Einreisende ohnehin schon eine Quarantänepflicht gilt. Ein Freitesten aus der zehntägigen Quarantäne ist frühestens nach dem fünften Tag möglich.

Krisentreffen der EU-Mitgliedstaaten
Am Montag kommen die EU-Botschafter der 27 Mitgliedstaaten in Brüssel zu einem Krisentreffen zusammen. Nach Angaben eines EU-Vertreters wollen sie unter anderem über Flugverbote und eine Testpflicht für Reisende aus Großbritannien beraten.

Boris Johnson zu Virus
Laut Premierminister Boris Johnson sei die Mutation laut ersten Erkenntnissen "bis zu 70 Prozent ansteckender" als die bisher verbreitete Form des Coronavirus. Sie führe aber wohl nicht zu schweren Krankheitsverläufen und einer höheren Sterblichkeit. Es gebe auch keine Hinweise, dass die Wirksamkeit von Impfstoffen durch den neuen Virus-Stamm beeinträchtigt werde, versicherte Johnson.

Virologe Drosten aus Deutschland
Die neue Variante des Coronavirus ist nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten bereits in Deutschland angekommen, für ihn aber vorerst kein Grund zur Sorge. "Es ist schon in Italien, in Holland, in Belgien, in Dänemark, sogar in Australien, warum sollte es nicht in Deutschland sein", sagte der Berliner Forscher im Deutschlandfunk. "Davon darf man sich jetzt auch wirklich nicht irgendwie aus der Ruhe bringen lassen."

(mt/apa)

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