Nachtfahrverbot für Private?

Klimaschutz und Ruhestörung

(12.11.2025) In sozialen Netzwerken macht gerade ein angebliches „Klimagesetz“ die Runde: Ab Dezember dürften Menschen in Deutschland nach 22 Uhr kein Auto mehr fahren, heißt es in viralen Clips. Nur Polizei, Rettung und ausgewählte Personen mit Sondergenehmigung sollten dann noch unterwegs sein dürfen, dazu drohten angeblich Strafen und Punkte – ein kompletter Stopp für nächtliche Autofahrten. Die Videos inszenieren das als beschlossene Sache und schüren ordentlich Angst und Wut.

Tatsächlich gibt es weder in Deutschland noch in Österreich ein generelles Nachtfahrverbot für Privat-Pkw. Was existiert, sind punktuelle oder landesweite Regeln für den Schwerverkehr: In Österreich etwa gilt ein Nachtfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, zusätzlich zu Wochenend- und Feiertagsfahrverboten. Für normale Autofahrerinnen und Autofahrer ändert sich dadurch aber nichts – sie dürfen auch nach 22 Uhr weiterhin mit dem Auto unterwegs sein, solange sie sich an Tempolimits und die Straßenverkehrsordnung halten.

Das vermeintliche Totalverbot ist damit nichts weiter als ein Social-Media-Fake. Wer also von der Spätschicht nach Hause fährt, Freunde besucht oder nachts noch schnell zum Drive-in will, muss sein Auto nicht stehen lassen – wohl aber lernen, solchen Netz-Gerüchten zu misstrauen. Was natürlich die Zukunft für Überraschungen verborgen hält, können wir dir leider auch nicht sagen. In Berlin ist ja bereits ernsthaft schon über ein Nachtfahrverbot diskutiert worden.

(fd)

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