Neue Terror-Panne

Höhere Einstufung verweigert

(18.11.2020) Nach der verheerenden Terrornacht in Wien wird jetzt die nächste „Panne“ bekannt! Die „Kronen Zeitung“ hat in der heutigen Ausgabe von einem weiteren angeblichen Fehler im Vorfeld des Terroranschlags in der Wiener Innenstadt berichtet.

Unter Bezugnahme auf ein internes Papier des Wiener Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) berichtet die „Krone“, dass ein Sachbearbeiter des LVT eine höhere Gefährdungseinstufung des späteren Attentäters empfohlen hat. Das ist passiert, nachdem bekanntgeworden war, dass der wegen terroristischer Vereinigung verurteilte IS-Sympathisant versucht hatte, an Munition für ein Sturmgewehr zu kommen.

Seine vier Vorgesetzten lehnten mit dem Verweis auf die Operation „Luxor“ gegen Muslimbrüder ab. „Nicht jetzt, das machen wir im November!“

Das Innenministerium wollte den Bericht nicht kommentieren. Auf APA-Anfrage heißt es, die zur Aufklärung möglicher Behördenfehler eingesetzte Untersuchungskommission werde die Sachlage umfassend auf allfällige Fehleinschätzungen prüfen.

Die Opposition kocht und schießt scharf gegen Innenminister Karl Nehammer. „Wenn das stimmt, ist das ein weiterer Ausschnitt aus einem Bild voller Pannen und Versäumnisse“, so SPÖ-Klubchef Jörg Leichtfried in einer Presseaussendung. Hätten Innenminister Karl Nehammer und der Verfassungsschutz „ihre Arbeit so gemacht, wie sie sollten, hätte der Täter inhaftiert und die Tat verhindert werden können“, meinte SPÖ-Sicherheitssprecher Reinhold Einwallner.

Beide verlangen, dass der Bericht der Untersuchungskommission ungekürzt und ungeschwärzt dem Parlament vorgelegt wird.

(mt)

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