Chat mit der Ex = Ehebruch

Scheidung: Handy entscheidend

WhatsApp, Facebook und Co spielen bei immer mehr Scheidungen eine entscheidende Rolle. Inzwischen erfolgen acht von zehn Scheidungen in Österreich wegen Ehebruchs. Und dafür braucht es gar keinen Sex. Das Gericht kann bereits den intensiven Kontakt zu einer anderen Person als Eheverfehlung werten. Zum Beispiel einen Chat mit der Ex.

Wenn die Ehefrau ihrem Mann ausdrücklich sagt, dass sie den Kontakt als ehestörend empfindet, sollte der Gatte das ernst nehmen, warnt Rechtsanwalt Clemens Gärner:
"Wenn er gegen den Willen der Ehefrau weiterhin mit seiner Ex Kontakt hat, dann kann sie sich deswegen scheiden lassen."

Und unversperrte Smartphones werden immer mehr Ehebrechern zum Verhängnis, sagt Gärner:
"Screenshots sind schnell gemacht, Chatverläufe können auch ganz einfach abfotografiert werden. Da hat der Betroffene dann schnell ein Problem. Denn das wird natürlich als Beweismittel verwendet."

Auch für die mutmaßliche Affäre kann das unangenehm werden, sagt Gärner:
"Wenn beispielsweise dank Facebook der Name der Person bekannt ist, dann muss er oder sie auch vor Gericht als Zeuge oder Zeugin aussagen. Und man sollte dann nicht lügen. Denn bei Falschaussagen drohen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren."

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