Feuer im Stephansdom möglich?

Angst nach Notre Dame

(17.04.2019) Könnte so etwas auch bei uns passieren?

Das fragen sich viele User angesichts der schrecklichen Bilder vom Inferno der Pariser Kathedrale Notre Dame. Im Wiener Stephansdom will man in den nächsten Wochen den Brandschutz noch weiter perfektionieren, kündigt Dompfarrer Toni Faber an. Grundsätzlich ist solch eine Katastrophe im Stephansdom aber nicht möglich. Denn der Dachstuhl des Domes ist nicht wie jener der Notre Dame aus Holz, sondern aus Stahl.

Faber sagt dazu: „Einige Holzlatten sind natürlich da, um die 270.000 Dachziegel zu halten, aber die grundlegende Konstruktion ist aus Stahl. Wenn dort aber zu viele Dinge gelagert werden würden, die in Brand gesetzt werden können, kann das auch zu einer Katastrophe führen. Im Dom selbst haben wir natürlich viele Feuerlöscher, vor allem dort, wo Kerzen abgebrannt werden. Normale Brandmelder haben wir aber nicht, da bei den Gottesdiensten viel Weihrauch verwendet wird und die würden dann jedes Mal angehen.“

Dafür gibt es aber spezielle Sensoren, die ein echtes Feuer von Weihrauch unterscheiden können. Angesichts der Katastrophe in Paris will man den Brandschutz jetzt noch einmal überarbeiten. Auch in vielen kleineren Kirchen Österreichs soll der Brandschutz nun nachgebessert werden.

Eine Gefahrenquelle sind aber die ständigen Renovierungsarbeiten, die im und am Dom stattfinden.

Faber sagt dazu: „Ich erinnere mich noch vor einigen Jahren, als ein sorglos weggeworfener Zigarettenstummel auf dem Baugerüst, das aus Metall, aber auch aus Holz bestanden hat, ein Brand ausgelöst worden ist. Da haben wir damals auch einen Brandeinsatz gehabt und da muss man wirklich auf die kleinsten Dinge schauen, dass da ja kein größerer Brand entstehen kann.“

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