Schaulustige: Haftstrafen sinnvoll?

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Wer bei einem Verkehrsunfall nichts Besseres zu tun hat, als zu gaffen und vielleicht sogar zu filmen, der muss mit Gefängnis rechnen – zumindest in Deutschland. Unsere Nachbarn haben die Strafen für Schaulustige nämlich drastisch erhöht. Staus auf Autobahnen wegen Schaulustiger sind leider keine Seltenheit. Wer aber künftig die Rettungskräfte behindert, dem droht bis zu ein Jahr Haft.

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Jetzt wird auch in Österreich über eine Anhebung der Strafen diskutiert. SPÖ-Verkehrssprecher Anton Heinzl ist jedenfalls dafür:
“Wenn die Rettungskräfte wegen Schaulustiger nicht rechtzeitig zum Unfallort kommen und deswegen jemand stirbt, dann bin ich absolut für Haftstrafen. Ich werde jetzt mit den Rettungsorganisationen über diese Problematik sprechen, dann werden wir die nötigen Schritte setzen.“

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Verkehrspsychologe Gregor Bartl ist gegen härtere Strafen:
“Uns fehlt bis jetzt das Unrechtbewusstsein bei diesem Thema. Wir müssen zunächst auf Aufklärung setzen und dafür sorgen, dass das Gaffen geächtet wird. Erst dann sollte über härtere Strafen nachgedacht werden.“

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