Ferguson tobt: Kein Prozess für Polizist!

In der US-amerikanischen Stadt Ferguson sind drei Monate nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen unbewaffneten schwarzen Teenager erneut heftige Krawalle ausgebrochen. Schaufenster und Autoscheiben wurden zertrümmert, Häuser und Fahrzeuge brennen, es gibt Plünderungen und jede Menge Tränengas, auch von Schüssen ist die Rede. Auslöser ist der Freischein, den jener weiße Polizist, der am 9. August den 18-jährigen Michael Brown erschossen hatte, jetzt bekommen hat. Er muss sich nicht vor Gericht verantworten.

Staatsanwalt Robert McCulloch verkündet:
"Natürlich ändert diese Entscheidung nichts an der Tragödie. Wir haben einen Menschen verloren. Und die Familie wird diesen Verlust immer spüren. Kein junger Mann sollte je von einem Polizisten erschossen werden, und kein Beamter sollte je in so eine Situation kommen."

Der Polizist selbst spricht ja von Notwehr, er habe den Burschen nach einem Handgemenge erschossen. Laut Zeugen hatte der Teenager aber die Hände erhoben. Der Fall hat in Ferguson immer wieder tagelange Krawalle nach sich gezogen. Diese scheinen nun neues Feuer zu bekommen.

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