Noch zwei Intensivbetten frei

Corona-Lage in Wien

(18.11.2020) Die Lage in Wien ist ernst: Zwei städtische Intensivbetten sind noch frei! Die Situation auf Österreichs Intensivstationen spitzt sich allgemein dramatisch zu. Gestern sind in den städtischen Spitälern Wiens 148 von 150 Intensivbetten belegt gewesen. Auch ein Blick in die restlichen Bundesländer zeigt kein besseres Bild, sondern hohe Belegungszahlen. Das Spitalspersonal hat noch dazu mit immer mehr eigenen Infizierten zu kämpfen.

Starten wir in Wien: In den Spitälern des Wiener Gesundheitsverbunds gibt es aktuell 197 Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Das berichtete eine Sprecherin am Dienstag der APA. Bei einem Personalstand von rund 30.000 und der oft sehr exponierten Situation der Betroffenen sei diese Zahl aber nicht sehr hoch, wurde versichert.

Zu den Intensivbetten merkte die Sprecherin an, dass zumindest kein Anstieg im Vergleich zum Montag zu verzeichnen sei. Außerdem könne die Zahl der Intensivbetten weiter ausgeweitet werden - wobei hier dann jedoch planbare Eingriffe weiter sukzessive verschoben werden müssten. In Wien gibt es bei der Betreuung der Covid-19-Patienten einen stufenartigen Versorgungsplan, der neben den städtischen Spitälern auch die Ordens- und Privatspitäler umfasst. Letztgenannte verfügen noch über freie Kapazitäten.

Zu Beginn des zweiten Lockdowns hat sich auch die Lage in den niederösterreichischen Spitälern weiter angespannt gezeigt. "Die Situation ist generell schwierig", berichtete Bernhard Jany von der Landesgesundheitsagentur am Dienstag der APA. Der derzeitige Mitarbeiterstand sei im Bereich der Intensivstationen auf die aktuelle Anzahl der Betten ausgelegt. Sollten zusätzliche Kapazitäten benötigt werden, brauche es für die Patientenversorgung "ein entsprechendes Personalmanagement".

Ein Blick in die Steiermark: Dort sind 149 Intensivbetten vorgesehen, 105 sind bereits belegt. In Kärntens Spitälern etwa ist die Situation derzeit "angespannt", aber noch nicht kritisch. Derzeit gebe es noch ausreichend Personal, sagte eine Sprecherin der Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft Kabeg auf APA-Anfrage. Sollte es zu Engpässen kommen, könne man kurzfristig Pflegepersonal umschichten, notfalls aber auch aufstocken, etwa durch karenzierte Mitarbeiter oder eine Erhöhung der Stundenzahl bei Teilzeitkräften. Quarantänebedingt fallen derzeit 96 Mitarbeiter aus.

Noch dramatischer ist die Corona-Situation in der Schweiz: Dort gibt es laut der Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin für Erwachsene keine freien Intensivbetten mehr. Die Virologin Isabella Eckerle äußerst sich dazu auf Twitter und hofft, somit alle Nachbarländer warnen zu können.

(mt/apa)

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