Nutztiere im Überfluss

Krise überrollt Fleischindustrie

(22.01.2021) Seit Gastronomie und Tourismus aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus folgenden Lockdowns brach liegen, kämpfen auch Landwirte und Fleischer ums Überleben. Der Kunde erwartet ein bestimmtes Produkt das Fleisch betreffend, was sich nur durch zeitgerechtes Schlachten der Tiere erreichen lässt. Eine Hinauszögerung dieses Zeitpunkts ist schwierig, über einen gewissen Rahmen hinweg unmöglich. Denn Aufzucht und Schlachtung der Tiere sind hochindustrialisiert und haben keine einfach zu drückende Stopptaste. Ganz im Gegenteil: Um die Menge zu drosselt, braucht es bis zu zwei Jahre!

Der Chef der Schweinebörse geht von einem Verlust von etwa 100 Millionen Euro für die Bauern seit Beginn der Pandemie aus, denn sind die Tiere erstmal älter als es für die Konsistenz und Marmorierung ihres Fleisches ideal ist, lässt sich dieses nur noch mit hohen Abschlägen verkaufen. Jeder einzelne Lockdown ließ den Preis der Tiere um rund 15 Prozent einbrechen.

Edle Teile des Fleisches versuchen Produzenten nun soweit wie möglich durch Tiefkühlung vor dem Verderben zu bewahren, ungewiss, ob sie später einen Abnehmer finden werden. Mit Gastronomie und Hotellerie fallen derzeit die Hauptabnehmer weg, für Zuhause begnügen sich viele Österreicher lieber mit Hendl und Faschiertem.

Auch Take-Away und Lieferungen schaffen nur einen sehr geringen Ausgleich den Einbußen gegenüber, nicht einmal Fastfood-Lokale wie McDonalds und Co können den Bauern in dem Ausmaß helfen. Die heimische Gastronomie ist entkräftet und es glaubt kaum einer an eine baldige Erholung des Geschäfts. Ohne Tourismus fehlt ohnehin die Perspektive. Und bis dieser wieder auf ein annähernd hohes Niveau wie vor der Pandemie kommt - bis dahin kann es noch Jahre dauern.

(JK)

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