Ö: Impfbereitschaft nimmt ab

Deutlich weniger Corona-Stiche

(05.01.2022) Obwohl die Daten belegen, dass die Boosterimpfungen gegen das Coronavirus wirken - rund zwei Drittel der derzeit auf Normalstationen aufgenommenen Covid-Patientinnen und -Patienten sind nicht vollständig immunisiert, auf den Intensivstationen haben vier von fünf Schwerkranken keinen ausreichenden Schutz -, geht die Impfbereitschaft zurück. 205.552 Stiche gegen Corona wurden in den letzten sieben Tagen gesetzt - das waren um 19,74 Prozent weniger als in der Woche davor.

Am gestrigen Dienstag wurden in Österreich laut Gesundheitsministerium 46.651 Corona-Schutzimpfungen verzeichnet, davon waren 5.127 Erststiche und 15.444 Zweitstiche, 26.080 Personen ließen sich ein drittes Mal impfen. Zum Vergleich: am vorangegangen Dienstag (28. Dezember) wurden über 53.000 Impfdosen zum Schutz vor der sich aufbauenden Omikron-Welle verabreicht, davon waren exakt 30.699 Drittstiche.

70,3 Prozent haben gültiges Impfzertifikat

Nachdem mit 3. Jänner grundsätzlich die Impfzertifikate von Personen ihre Gültigkeit verloren haben, die sich ausschließlich mit einem Johnson & Johnson-Vakzin immunisieren haben lassen, besitzen derzeit 70,3 Prozent der Gesamtbevölkerung ein gültiges Impfzertifikat. Über dem Österreich-Schnitt liegen dabei das Burgenland (76,0 Prozent), Niederösterreich (72,3 Prozent) und die Steiermark (70,4 Prozent), deutlich darunter Oberösterreich (66,1 Prozent), Kärnten (67,1 Prozent) sowie Vorarlberg und Salzburg (je 67,3 Prozent). Tirol hält bei 69,1, Wien bei 69,2 Prozent.

Auf der nächst größeren Verwaltungsebene gibt es markante "Ausreißer nach unten": Der Bezirk Braunau in Oberösterreich liegt bei der Durchimpfungsrate unter 60 Prozent (59,48 Prozent), Spittal an der Drau in Kärnten, Hallein in Salzburg und die zweitgrößte oberösterreichische Stadt Wels haben mit 61,78 Prozent, 63,14 Prozent bzw. 63,75 Prozent ebenfalls Aufholbedarf. Am anderen Ende der Skala liegen Oberpullendorf im Burgenland mit einer Durchimpfungsquote von 78,83 Prozent, auf den Plätzen zwei und drei folgen die niederösterreichischen Bezirke Mistelbach (78,59 Prozent) und Mödling (78,23 Prozent).

(apa/makl)

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