Olympia: ÖOC mit 115-Kopf-Team
52 Athletinnen, 63 Athleten
(26.01.2026) Das Österreichische Olympische Komitee hat am Montag 52 Athletinnen und 63 Athleten für die am 6. Februar beginnenden Winterspiele in Mailand/Cortina nominiert. Das 115-köpfige Aufgebot ist das größte seit Sotschi 2014 (130). Die Quotenplätze wurden weitgehend in Anspruch genommen, Österreich wird an allen Schauplätzen in Italien und Südtirol vertreten sein. Die Medaillenlatte liegt mit je sieben Gold- und Silber- sowie vier Bronzemedaillen vor vier Jahren in Peking hoch.
"Wir können mit breiter Brust auftreten. Wir haben arrivierte Sportlerinnen und Sportler, die man zu Medaillenkandidaten zählen kann. Wir haben Newcomer, die für Überraschungen sorgen können. Aufgeteilt auf alle Regionen und Sportarten", sagte ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer. Als Ziel gab er als "Benchmark" die Spiele von Peking an. "Die Anzahl der Medaillen sollte wieder erreichbar sein."
Drei Goldene von 2022 dabei
Mit Anna Gasser, Benjamin Karl und Alessandro Hämmerle sind auch drei der fünf Goldenen von 2022 wieder mit dabei. Nicht berücksichtigt wurde Skirennläufer Johannes Strolz, Matthias Mayer hat seine Karriere bereits beendet. Im je 11 Athletinnen und Athleten umfassenden Alpinteam fehlt Ricarda Haaser, die allerdings nach der Verletzung noch nicht wieder zu ihrer Leistungsfähigkeit gelangt ist. Die Frauen fahren in Cortina d'Ampezzo um Edelmetall, die Männer in Bormio. Dort kommt auch Skibergsteigen mit österreichischer Teilnahme bei Frauen und Männern (je 1) zu seinem olympischen Debüt.
Bei den Hallen-Eisbewerben in Mailand sind mit Olga Mikutina eine Eiskunstläuferin sowie je drei Aktive im Eisschnelllauf und einem Short Tracker im Einsatz. Der Eiskanal von Cortina könnte zur Erfolgsbahn für Österreichs Abordnung Skeleton (3 ÖOC-Aktive), Bob (12) und Rodeln (11) mit dem u.a. in diesem Winter so erfolgreichen Doppelsitzer-Duo Selina Egle/Lara Kipp werden.
Meiste Athletinnen und Athleten in Livigno
Zahlenmäßig am stärksten vertreten ist Österreich in Livigno, wo sämtliche Medaillenentscheidungen im Snowboard (16 ÖOC-Aktive), Ski Cross (7) und Freestyle/Freeski (6) angesetzt sind. Biathlon findet in Antholz statt (9), in Predazzo/Tesero werden im Skispringen (8), Skilanglauf (8) und der Nordischen Kombination (3) Medaillen vergeben. Letztere ist die einzige Disziplin, in der es keine Frauenbewerbe gibt. Österreich bietet mit Lisa Hirner seine beste Nordische Kombiniererin im Spezialspringen auf.
Auf Bundesländer aufgeteilt entfallen 41 Personen auf Tirol, 21 auf Salzburg, 12 auf die Steiermark, je 11 auf Vorarlberg und Kärnten, 10 auf Niederösterreich, 6 auf Oberösterreich und 3 auf Wien.
(apa/mc)