Toter in Oberösterreich durch Sturm "Niklas"

Neun Opfer hat Sturm „Niklas“ insgesamt schon gefordert: sieben in Deutschland, eines in der Schweiz und eines bei uns. In Oberösterreich ist gestern ein 63-Jähriger von einer Leiter gestürzt, als er sein Terrassendach sichern wollte. Mit Böen über 190 km/h fegt der Orkan über Mitteleuropa. In Österreich halten die Ausläufer die Helfer von Niederösterreich bis Vorarlberg auf Trab. In Salzburg und Oberösterreich sind mehrere LKW regelrecht von der Straße geweht worden. In Saalbach hat der Sturm das Dach einer Jugendherberge komplett abgedeckt, sie wurde evakuiert. In Tirol sind viele Bäume auf Stromleitungen gestürzt und haben das Netz teilweise lahmgelegt.

31. März 2015

Sturm „Niklas“ hat in Oberösterreich das erste Todesopfer gefordert. Am Nachmittag hat der Sturm die Bundesländer Salzburg, Tirol, Oberösterreich und Vorarlberg erreicht. Bei Böen von über 120km/h sind Bäume umgestürzt, es hat viele Unfälle gegeben, teilweise ist es zu Stromausfällen gekommen. In vielen Skigebieten mussten Lifte aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Allein in Oberösterreich waren 4000 Helfer im Einsatz. In Mauthausen kommt aber für einen 63-Jährigen jede Hilfe zu spät. Er wollte sein Terrassendach vor dem Sturm sichern.

Petra Datscher von der Polizei:
"Er ist dazu auf eine Aluleiter gestiegen. Er wollte diese Terrassenüberdachung mit einer Plane befestigen. Dabei dürfte er von einer Windböe erfasst worden sein. Er ist von der Leiter gestürzt und mit dem Kopf auf dem Terrassen-Steinboden aufgeschlagen. Er hat schwere Kopfverletzungen erlitten und ist trotz Wiederbelebungsversuchen verstorben."

Während in Österreich nur die Ausläufer des Sturms zu spüren sind, hat er Deutschland mit voller Wucht getroffen. Dort sind Windspitzen von 150 km/h gemessen worden. Drei Menschen sind gestorben. In Groß Santersleben wurde ein Mann von einer umstürzenden Mauer erschlagen. Im rheinland-pfälzischen Montabaur hat ein umstürzender Baum zwei Menschen erschlagen.

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