OÖ: Wirbel um „Rasseliste“

Bringt das was?

Riesen-Aufregung gibt es nach der heftigen Hundeattacke gegen einen 12-Jährigen in Oberösterreich. Letzte Woche ist der Vorfall passiert - dabei wurde der Bursche von einem Pitbull-Mischling schwer verletzt.

Daraufhin haben Landeshauptmann Thomas Stelzer und der zuständige Landesrat angekündigt, das Hundehaltegesetz verschärfen zu wollen. Der Zugang zu Listenhunden soll etwa durch einen Hundeführschein erschwert und die Strafen bei Verstößen erhöht werden.

Grundsätzlich eine gute Idee. Doch dass auch erfahrene Halter von Listenhunden in Zukunft einen Führschein machen müssen, sei absurd, so Gerald Pötz vom Österreichischen Hundehalterverband:

„Ersthundehalter müssen einen theoretischen Sachkundenachweis ablegen. Dieses System funktioniert, wie man an den Statistikzahlen der letzten Jahre sieht, sehr gut. Deshalb ist es befremdlich, das wegen eines einzigen Unfalls von einem verantwortungslosen Hundehalter neue Gesetze für tausende Hundehalter gemacht werden sollen.“

"Liste wird keine Unfälle verhindern!"

Durch eine Rasseliste könne man keine Unfälle verhindern, denn den verantwortungsvollen Umgang mit einem Hund kann man nicht per Gesetz regeln. Desweiteren funktioniere das derzeitige oberösterreichische Modell, wonach man vor der Anschaffung eines Hundes einen Sachkundenachweis ablegen muss, gut, betont Gerald Pölz weiter.

Dies könne man auch anhand der Statistiken sehen, denn die Zahl der Hundebisse in Oberösterreich sei von 2007 bis 2017 von 322 auf 206 gesunken, obwohl die Zahl der gemeldeten Hunde gleichzeitig gestiegen ist.

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