Parkinson-Risiko
massive Pestizid-Mengen
(03.09.2025) Ein Grundstück neben einem Golfplatz zu haben, scheint im ersten Gedanken idyllisch. Eine Studie aus den USA ist nun auf kuriose Ergebnisse gekommen. Wer in der Nähe eines Golfplatzes wohnt, hat ein um 126 Prozent höheres Risiko an Parkinson zu erkranken.
Pestizide für die Rasenpflege
Das Barrow Neurological Institute in Phoenix hat Daten aus den letzten 25 Jahren ausgewertet. Die Studie hat 419 Parkinson-Fälle mit 5.113 gesunden Kontrollpersonen über einen Zeitraum von 1991 bis 2015 beobachtet. Das Ergebnis der US-Studie: Anwohner von Putting Greens und Fairways erkranken bis zu zweieinhalbmal häufiger an Morbus Parkinson. Grund dafür sind angeblich die Pestizide, welche für die Pflege des Rasens verwendet werden. In einem Radius von ein bis drei Meilen um einen Golfplatz ist das Risiko am höchsten und nimmt mit zunehmender Entfernung ab, warnen die Forscher und Forscherinnen der Studie. Außerdem ist eine Verbindung mit der Wasserversorgung klar ersichtlich. Personen in Wasserversorgungsgebieten mit einem Golfplatz erkranken fast doppelt so häufig an Parkinson wie Menschen in Gebieten ohne Golfplatz.
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Golfspieler am Golfplatz
Der Einsatz von Pestiziden in Amerika ist im Vergleich zu europäischen Golfplätzen um bis zu 15-mal höher. Experten und Expertinnen hoffen jetzt auf strenger Kontrollen zum Schutz der Anwohner. Regelmäßige Untersuchungen des Trinkwassers werden nun gefordert. Nicht nur die Gesundheit der Anwohner, sondern auch auf die Immobilienwerte der Grundstücke leiden unter der Pestizid-Verschmutzung.
(ls)