Plötzlich 45.000 Euro reicher

fettes Plus auf dem Konto

(22.06.2020) 2019 - kein gutes Jahr für eine 45-jährige Oberösterreicherin. Erst die Trennung von ihrem Lebensgefährten plus jede Menge Schulden machen ihr das Leben schwer. Die Mostviertlerin muss mit 900 Euro im Monat auskommen, das Geld reicht vorne und hinten nicht: Die Delogierung droht. Doch plötzlich taucht eine fünfstellige Summe auf dem Konto der Frau - satte 45.000 Euro!

Lichtblick & böses Nachspiel

Eine Überweisung aus Belgien - ein Lichtblick für die 45-Jährige? Sie kann der Versuchung nicht widerstehen und hebt knapp 20.000 Euro ab, um ihre Schulden zu begleichen. Doch die Aktion hat ein böses Nachspiel: Ihre Bank wird misstrauisch und erstattet schließlich Anzeige wegen des Verdachts der Geldwäsche. Dieser Verdacht erhärtete sich nicht, dennoch muss die Mostviertlerin wegen Unterschlagung vor Gericht.

Hackerangriff war Schuld

"Ich stand kurz vor der Delogierung, das Geld kam absolut gelegen. Ich hatte aber eine Affäre mit einem verheirateten Mann, der viel Geld hat und mir Hilfe zugesagt hat. Ich dachte, das Geld sei von ihm", erklärt die Angeklagte vor Gericht. Es stellte sich heraus, dass eine belgische Firma gehackt wurde und so landete das Geld im Mostviertel.

Das Urteil für die 45-Järhige: Ein Jahr bedingte Haft (nicht rechtskräftig) wegen Unterschlagung. Außerdem muss die Oberösterreicherin knapp 20.000 Euro zurückzahlen.

(ak)

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