Polizei-Heli mit Laser geblendet

Crew musste Flug abbrechen

(24.05.2020) Flugzeuge und Hubschrauber zu blenden ist alles andere als lustig! Nach der Laser-Attacke auf einen Polizeihubschrauber in Wien mahnt die Polizei zur Vernunft. Die Crew ist auf dem Weg zu einem Einsatz Richtung Schwechat über dem Simmeringer Stadtgebiet von einem grünen Laserpointer geblendet worden. Der Flug musste schließlich sogar abgebrochen werden, weil die Blendung so stark war.

Patrick Maierhofer von der Wiener Polizei:
"Die Piloten haben dann auch das Bodenpersonal verständigt. Die Kollegen aus Simmering konnten durch gute Ermittlungsarbeit sehr rasch herausfinden, von welchem Wohnhaus und welchem Balkon der Laser gesteuert worden ist. Man hat dann bei dem 52-jährigen Mann angeklopft. Zuerst hat er die Tat geleugnet, dann aber zugegeben, dass er den Hubschrauber geblendet hat."

Der Pilot sagt, dass das leider nicht zum ersten Mal passiert. Er werde jeden vierten bis fünften Flug mit Laserpointern geblendet. Die Polizei appelliert nun an die Bevölkerung, dies zu unterlassen, weil es sehr schnell gefährlich werden kann.

"Das wird offensichtlich als lustig empfunden, stellt aber eine sehr gefährliche, wenn nicht sogar lebensgefährliche Situation dar. Nicht nur die Piloten werden bedroht! Sollte es zu einem Absturz kommen, sind auch die Menschen, die sich am Boden befinden, in Gefahr", so Maierhofer weiter.

Dabei handelt es sich auch um ein schweres Delikt: Je nach herbeigeführtem Schaden reicht die Höhe des Strafausmaßes von einem Jahr bis zu lebenslänglichen Freiheitsstrafen.

(CJ)

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