Post: Mega-Datenaffäre

Online-Daten für Prospekte

Ein paar Mal kurz auf der Porsche-Homepage, schon hast du einen Luxuswagen-Katalog im Briefkasten. Die Datenaffäre bei der Post sorgt für mächtig Wirbel. Laut der Plattform “Addendum“ arbeitet die Post mit der Agentur “Twyn Group“ zusammen, die unser Surfverhalten verfolgen und speichern soll. Diese Daten bekommt dann offenbar auch die Post, die uns dann die entsprechenden Prospekte zustellt.

Die Agentur soll mehrere Partnerhändler haben, darunter auch Zalando. Und hier schreibt Addendum auf seiner Homepage:
In der Praxis würde das so aussehen: Ein User befindet sich im Online-Shop von Zalando, besucht später die Website von Porsche. Durch den Cookie von Twyn ist diese Information gesammelt, durch die hinterlegte Adresse beim Online-Shop der Wohnsitz des Users bekannt. Daraufhin schickt Porsche dem User per Post Werbematerial zu. Dass der User Interesse an einem Porsche haben könnte und wo dieser User wohnt, weiß er aus den Daten, die Twyn über den Zalando-Besuch gesammelt hat und die die Post mit ihren Datensätzen abgleicht.

Die Post soll sich auf Nachfragen von Addendum sehr bedeckt gehalten haben. Rainer Fleckl von Addendum:
"Auf drei, vier klare Fragen wollte man nicht antworten. Man wollte auch nicht preisgeben, wie dieses Web-Matching genau funktioniert. Die Post sitzt halt wirklich auf einem ziemlichen Daten-Schatz und es ist sehr fraglich, wie das mit dem Datenschutz genau aussieht."

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