Probeliegen im Sarg als Strafe

für Maskenverweigerer

(03.09.2020) Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das hat sich wohl auch die indonesische Regierung beim Umgang mit Maskenverweigerern gedacht. In der Hauptstadt Jakarta werden diese neuerdings zum Probeliegen in einem Sarg gebeten. Bürger, die man ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt hat, können Berichten zufolge wählen, ob sie gemeinnützige Arbeit verrichten, eine Geldstrafe zahlen oder sich eine Minute in einen Sarg legen wollen.

Den Behörden in Jakarta zufolge sollen Maskenverweigerer dadurch auf die möglicherweise tödlichen Konsequenzen ihres Handelns hingewiesen werden. "Denk darüber nach, was passiert, wenn Du Covid-19 bekommst", sagte ein Beamter zu einem der Maskenverweigerer im offenen Sarg. Ein Video der Szene wurde am Donnerstag auf Youtube verbreitet. Abdul Syukur war einer von denen, die sich in die blumengeschmückte Holzkiste legen mussten. Der Nachrichtenseite "Tribun News" sagte er, er habe nicht genug Geld gehabt, um die Strafe in Höhe von rund 14 Euro zu zahlen. Es sind nicht die ersten kuriosen Bestrafungsmaßnahmen aus Indonesien die es in den letzten Monaten in die internationalen Schlagzeilen geschafft haben. Ohne Maske ertappte Bürger müssen unter anderem auch an Ort und Stelle Liegestütze machen. Der Inselstaat mit 265 Millionen Einwohnern ist eines der am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Südostasien. Bisher wurden rund 180.000 Fälle bestätigt, mehr als 7.700 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Nur die Philippinen haben in der Region höhere Infektionszahlen.

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