Bomber von Boston droht Todesstrafe

Ab heute wird in den USA dem Boston-Bomber der Prozess gemacht. Der 21-jährige Tschetschene Dschochar Zarnajew soll ja im April 2013 mit seinem Bruder Tamerlan auf der Zielgeraden des Marathons im Bundesstaat Massachusetts zwei Bomben gezündet haben. Der 26-Jährige ist später auf der Flucht erschossen worden. Seinem angeklagten Bruder droht die Todesstrafe. Drei Zuschauer sind bei dem Anschlag gestorben. Über 260 Menschen wurden verletzt, viele haben Gliedmaßen verloren. So wie Heather Abbott.

Sie sagt:
"Es wird sicher keine leichte Zeit, den Prozess zu verfolgen. Aber ich will auf jeden Fall dabei sein, es ist für mich eine wichtige Erfahrung, die Person zu sehen, die mein Leben für immer verändert hat. Egal was passiert, ich bekomme mein Bein nicht wieder zurück. Jetzt konzentriere ich mich auf meine Erholung und Heilung. Und darauf, dass sich mein Leben verändert hat und wie ich weiterkomme."

Unter den Toten war der damals 8-jährige Martin Richards. Seine Schwester hat ein Bein verloren, seine Mutter hat eine schwere Kopfverletzung erlitten.

Ein Nachbar der Familie sagt:
"Es ist immer noch so irreal. Dass dieser kleine Junge nicht mehr nach Hause kommen wird. Das lässt mich oft nicht schlafen. Und egal, warum das getan worden ist, ein kleiner Bub hat sein Leben verloren. Er ist getötet worden. Das ist so traurig."

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