Vergewaltigung mit Besenstiel: Prozess in Wr. Neustadt

Eine Vergewaltigung mit einem Besenstiel im Jugendgefängnis Gerasdorf beschäftigt heute wieder das Landesgericht Wiener Neustadt. Einem 18-Jährigen wird vorgeworfen, sich im Jänner an seinem um zwei Jahre jüngeren Zellengenossen vergangen zu haben.

Der Fall hatte österreichweit Kritik am Jugendstrafvollzug ausgelöst. Denn fest steht: Die Aufsicht durch die Beamten in dem Jugendgefängnis hat versagt. Laut Anklage hat sich der Beschuldigte in einem Freizeitraum mit dem Besenstiel über sein 16 Jahre altes Opfer hergemacht. Er bestreitet das und hat beim Prozessauftakt Anfang Oktober nur zugegeben, den Buben geschlagen und getreten zu haben. Weil ein wichtiger Zeuge damals nicht erschienen ist, musste der Prozess vertagt werden. Heute könnte es ein Urteil geben. Die Anwältin des Opfers 10.000 Euro Schmerzensgeld.

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