Prügel-Goalie vor Gericht

Knallhart-Strafe für Gersbeck

(29.09.2023) Es hätte eigentlich ein ganz normales Saisonvorbereitungs-Trainingslager in Zell am See sein sollen. Doch für Marius Gersbeck (28), Torwart bei Deutschlands Zweitligisten Hertha BSC, kam alles anders.

Streit eskaliert: Schlägerei mit Pinzgauer

An einem Juliabend soll der Fußballer verbotenerweise das Hotel verlassen haben, um mit Hertha-Ultras auszugehen. In einer Bar geriet Gersbeck dann mit einem 22-jährigen Pinzgauer aneinander, der Streit wurde ins Freie verlegt. Dort kam es zu einer Schlägerei, bei der der 28-Jährige seinem Kontrahenten mehrmals ins Gesicht schlug. Daraufhin prallte der Einheimische gegen einen Postkasten und blieb bewusst liegen. Nach Aussagen der Freundin des Opfers soll Gersbeck dann noch mit Füßen nachgetreten haben. Der Mann wurde mit einem Bruch der Augenhöhle, einer Kieferhöhlenwandfraktur und einem Lidhämatom ins Spital eingeliefert

40.000€ Strafe: Handshake vor Gericht

Gestern erschienen die Streithähne dann vor Gericht in Salzburg. Das Ergebnis: Gersbeck muss 40.000 Euro in die österreichische Staatskassa zahlen, wird aber weder verurteilt noch freigesprochen – das Verfahren endet mittels Diversion. Wie die Richterin betonte, kaufe sich der Hertha-Goalie nicht frei: Er habe die Verantwortung übernommen, es läge keine schwere Schuld vor. Schon im Vorfeld entschuldigte sich der 28-Jährige beim Opfer und leistete eine Schadenswiedergutmachung in nicht bekannter Höhe.

"Ich bedauere den Vorfall zutiefst und ich würde mich gerne bei dem Opfer persönlich entschuldigen", wird Gersbeck von der "Bild" zitiert. Der Pinzgauer nahm seine Entschuldigung an und es kam schließlich zu einem Handshake in sportlicher Manier.

(NK)

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