Psychische Krise bei Studenten
Mentale Gesundheit am Tiefpunkt
(26.01.2026) Die seelische Verfassung von Studierenden in Österreich und Deutschland ist laut aktueller Umfrage so schlecht wie noch nie. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass es ihnen in den letzten zwei Wochen „weniger gut“ oder „schlecht“ ging – ein neuer Höchstwert seit Beginn der Erhebung.
Das fünfte Mental-Health-Barometer der Grazer Plattformen „Instahelp“ und „Studo“ zeigt zudem: Nur etwa 15 % der Studierenden beschreiben ihren Zustand als „sehr gut“ oder „ausgezeichnet“.
Was besonders belastet
Ein Grund für die Belastung: hohes Arbeitspensum, starker Prüfungsdruck sowie finanzielle Sorgen. Rund zwei Drittel fühlen sich „ziemlich“ bis „sehr“ gestresst. Viele Studierende finden kaum Zeit für mentale Ausgleichsaktivitäten wie Meditation oder Reflexion – etwa zwei Drittel investieren dafür weniger als eine Stunde pro Woche.
Auch das offene Sprechen über psychische Probleme bleibt für viele schwer: Nur ein Drittel fühlt sich dazu wirklich in der Lage, was laut Expertinnen und Experten niedrigschwellige Unterstützungsangebote umso notwendiger macht.
Hochschulen und Beratungsstellen fordern deshalb mehr leicht erreichbare Angebote direkt am Campus und online. Besonders anonyme Online-Beratung werde immer wichtiger, weil viele Betroffene sich nicht trauen, offen über ihre Probleme zu sprechen.
(AA)