Putin bei Impfung

Filmaufnahmen verboten

(23.03.2021) Der russische Präsident Wladimir Putin will sich anders als viele andere Staatschefs nach Kremlangaben bei seiner für heute angekündigten Impfung gegen das Coronavirus nicht filmen lassen. "Es gefällt ihm nicht", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der Präsident sei nie Anhänger öffentlicher Impfungen gewesen und tue schon jetzt sehr viel für die "Propagierung" der russischen Vakzine. In Russland wunderten sich viele über den kamerascheuen Kremlchef, der schon mit nacktem Oberkörper beim Reiten und beim Arzt posierte. "Es bleibt nur, ihm aufs Wort zu glauben", sagte Peskow. Erst am Wochenende hat sich Putin ganz privat ablichten lassen und zeigt seine Freizeitaktivitäten in Sibirien.

Für viele zögerliche Russen sollte die Impfung des Präsidenten auch dazu führen, dass sie den im eigenen Land entwickelten Präparaten vertrauen. Es werde auch nicht bekanntgegeben, mit welchem der drei von russischen Forschern entwickelten Präparate sich der Präsident impfen lasse. "Alle drei Vakzine sind absolut zuverlässig", sagte Peskow.

Putin hatte Sputnik V, das erste registrierte Präparat, als den besten Impfstoff der Welt bezeichnet. Selbst Staatsmedien reagierten enttäuscht und meinten, dass Bilder mehr als Worte aussagten. Zuletzt hatte sich etwa Großbritanniens Premier Boris Johnson öffentlichkeitswirksam das Vakzin von Astrazeneca spritzen lassen.

(fd/apa)

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