Rätsel um tödlichen Fenstersturz

(09.04.2014) Viele Fragezeichen stehen hinter dem tödlichen Fenstersturz in Wien. Ein 3-Jähriger ist ja aus einem Wohnungsfenster im 12. Stock gestürzt, für ihn ist jede Hilfe zu spät gekommen. Derzeit ist unklar, ob die Mutter zum Unfallzeitpunkt tatsächlich in der Wohnung gewesen ist. Besonders mysteriös: Die Polizei hat beim Eintreffen das Fenster in gekippter Position vorgefunden.

Adina Mircioane von der Wiener Polizei:
“Es ist fast ausgeschlossen, dass das Kind durch diesen Spalt gestürzt ist. Jetzt laufen die Ermittlungen, wie das Fenster in die gekippte Position gekommen ist. Der Bub hat außerdem einen Skihelm getragen, auch diesbezüglich wird ermittelt.“

Weil die Mutter aber einen Nervenzusammenbruch erlitten hat, ist derzeit noch unklar, wann sie einvernommen werden kann. Experten sorgen sich um die Frau, da Eltern von verstorbenen Kindern häufig an Selbstvorwürfen zerbrechen.

Notfallpsychologe Rudolf Moravec:
“In solchen Fällen fragt man sich ständig, ob man das Unglück verhindern hätte können. Neben diesen unglaublichen Schuldgefühlen kommen oft noch Vorwürfe aus dem persönlichen Umfeld dazu. Auch der Staat mit seinen Rechtsfragen sorgt für zusätzliche Belastung.“

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