Rauchverbot: Wirte geschockt

Wirte-Vertreter: "Sargnagel"

(03.07.2019) “Das ist nicht nur für alle Shisha-Bars der Sargnagel!“ So deutlich kommentiert Österreichs oberster Wirte-Vertreter in der Wirtschaftskammer Mario Pulker das generelle Rauchverbot. Ab 1. November hat es sich nicht nur in den Lokalen ausgeraucht, sondern auch an allen öffentlichen Plätzen, an denen Speisen und Getränke hergestellt, verarbeitet, verabreicht oder konsumiert werden. Jetzt fragen sich natürlich viele User, wo überhaupt noch geraucht werden darf?

Fest steht: Das Rauchverbot umfasst in dieser Form sämtliche Festzelte, Feuerwehrfeste, Mehrzweckräumlichkeiten, sowie schulische Einrichtungen und Freiflächen, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden. Auch auf Versammlungen in Pfarrsälen hat es sich mit 1. November ausgeraucht. Es gibt auch keine Ausnahmen für E-Zigaretten und Shishas.

Wirte-Obmann Pulker ist entsetzt:
"Das ist der sichere Sargnagel für die 500 Shisha-Bars. Aber auch die Wirtshäuser am Land werden große Probleme bekommen. Denn niemand kontrolliert in den Vereinshäusern, dort werden sich die Raucher künftig treffen. Der Wirt verliert die Gäste."

Auch für die Nacht-Gastro gibt es keine Ausnahmen, so Pulker:
"Ich bin in einer WhatsApp-Gruppe mit rund 200 Nacht-Gastronomen. Dort herrscht wirklich das blanke Entsetzen. Alle haben Existenzängste, denn die Anrainer werden wegen des Lärms vor dem Lokal klagen."

Das ist das wohl härteste Nichtrauchergesetz in der EU, sagt Pulker:
"Das gibt es in der gesamten Europäischen Union nicht, dass ein so hartes Gesetz ohne Ausnahmen beschlossen wird."

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