SBG: Kein genereller Lockdown!

Entwicklung wird beobachtet

(16.11.2021) (update) In der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag hat man einen Fünf-Stufen-Aktionsplan präsentiert, um die Situation schnell wieder unter Kontrolle zu bekommen. Darunter fällt auch, dass die Drittimpfung bereits nach vier Monaten möglich sein wird. Landeshauptmann Wilfried Haslauer hofft, dass die Pandemie durch die gesetzten Maßnahmen einen "Knick" erfahre und dies zu einer Entlastung der Spitäler führen werde. Derzeit können in Salzburg alle Notfallpatienten noch versorgt werden.

Angespannte Situation auf den Intensivstationen

Als "sehr, sehr angespannt" und "besonders schlimm" hat Walter Hasibeder, Präsident der Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI), die Lage auf den Intensivstationen in einzelnen Bundesländern in Österreich bezeichnet. Er forderte für die Hochinzidenz-Bundesländer Oberösterreich und Salzburg kurzzeitig einen "generellen Lockdown". Besonders Salzburg befinde sich bereits "am Rande der Dekompensation". Zu dem geplanten Lockdown wird es aber vorerst nicht kommen.

LH Wilfried Haslauer "herausfordernde Zeiten"

„Es sind extrem herausfordernde Zeiten, die Situation ist besorgniserregend“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer zu Beginn der Pressekonferenz. Die Landeskliniken haben bereits eine Belastungsanzeige gemacht. Es gehe dabei darum, etwa Reha-Zentren zu schließen, um Betten für Covid-Patienten freizumachen.

Lage in Oberösterreich

In Oberösterreich ist die Lage in den Krankenhäusern sehr angespannt. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir Covid- und andere Patienten auf Normal- und Akutstationen versorgen", sagte Franz Harnoncourt, Geschäftsführer des Kepler-Universitätsklinikums (KUK) im APA-Gespräch. "Aber wir beobachten die Entwicklung in ganz Österreich mit großer Besorgnis." Harnoncourt sprach für das KUK und die Häuser der OÖ. Gesundheitsholding.

Aktuell keine Triage! In Zukunft aber nicht auszuschließen.

Triage in dem Sinn, dass zwischen zwei Patienten, die akut einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen, abgewogen werden müsse, gebe es nicht. Wenn die Entwicklung ungebremst so weitergehe, wäre es "inkorrekt, das für die Zukunft auszuschließen", meinte Harnoncourt. Es werde freilich mitbedacht, dass man in den letzten eineinhalb Jahren gelernt habe, dass Covid-Patienten mit bestimmten Parametern gute Heilungschancen hätten, jene mit anderen keine.

Lage in Salzburg

In Salzburg müssten die Mediziner bereits überlegen, "wie sie Patienten triagieren müssen". Schon jetzt werden Intensivpatienten in Aufwachräumen behandelt, in letzter Konsequenz könnten noch leere Operationssäle herhalten, allerdings sei dies "nicht die Qualität, die man gewohnt ist", sagte Hasibeder. In Oberösterreich sind laut dem Mediziner bereits knapp über 50 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten ausgelastet, weitere Schwerkranke seien "in der Warteschleife". Was bereits "früher gehört hätte" und dringend erforderlich sei, ist eine "Maskenpflicht im öffentlichen Raum". Denn diese ist "ein Wellenbrecher". Wird die Maske korrekt getragen, liege die Übertragung praktisch bei null.

Unangenehme Maßnahmen müssen nun mal getroffen werden

Die Politik müsse damit anfangen, Maßnahmen zu treffen, "die unangenehm sind", forderte Hasibeder. "Wir müssen jetzt endlich aus der Vollkaskomentalität, die man über Jahre den Leuten anerzogen hat, herauskommen", konstatierte der ärztliche Leiter der Anästhesie und Operativen Intensivmedizin am Tiroler Krankenhaus St. Vinzenz in Zams. Der derzeit gültige Lockdown für Ungeimpfte ist "als Maßnahme alleine zu spät". Vielmehr müssten Salzburg und Oberösterreich in einen "Voll-Lockdown für eine gewissen Zeit", verlangte Hasibeder. "Im Krisenmodus kann es nur eine gemeinsame Sprache geben", forderte Hasibeder von der Regierung nach den widersprüchlichen Aussagen von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP).

(fd/apa)

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