Scheidungswelle wegen Corona

Lockdown gab Ehen den Rest

(22.05.2020) Österreich erlebt derzeit eine wahre Scheidungswelle. Schuld daran ist die Corona-Krise. Für jene Beziehungen, die schon Anfang März brüchig gewesen sind, ist der Lockdown schlichtweg zu viel gewesen. Paare, die sich ohnehin schon schlecht vertragen haben, mussten plötzlich wochenlang aufeinander kleben. Die Folge sind jetzt rund 20 bis 30 Prozent mehr Scheidungsanfragen als vor Corona.

Scheidungsanwältin Katharina Braun:
„Man darf ja nicht vergessen, dass es irgendwann wieder zu solchen Maßnahmen kommen kann. Und da sagen jetzt tatsächlich sehr viele Menschen, dass sie das nicht noch einmal mit diesem Partner durchstehen könnten.“

Besonders viele Scheidungen gibt es in den Citys, sagt Braun:
„Das ist natürlich ein Riesenunterschied gewesen, ob man am Land lebt oder zumindest ein Haus mit Garten hat, oder ob man in einer Innenstadtwohnung ohne Freifläche wohnt.“

Auch Affären, die man schon vor Corona gehabt hat, sorgen jetzt oft fürs endgültige Ehe-Aus, so Braun:
„Viele untreue Partner werden von der Affäre jetzt vor die Wahl gestellt: Entweder verlässt du deine Frau bzw. deinen Mann für mich, oder wir beenden das. Die Affären waren ja quasi wochenlang allein und hatten daher auch viel Zeit nachzudenken.“

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(mc)

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