Schlammlawine in Japan

Heftige Szenen aus Atami

(04.07.2021) Mindestens 2 Todesopfer, rund 20 Vermisste und enorme Verwüstungen nach einer Schlammlawine in Japan!

Durch den Küstenort Atami ist gestern Samstag eine Schlammlawine gedonnert und hat dabei alles niedergewalzt, was sich ihr in den Weg gestellt hat. Mit einer Geschwindigkeit von rund 40 km/h reißt sie Strommasten, Autos, und ganze Wohngebäude einfach mit.

Mittlerweile sind die Bergungs- und Aufräumarbeiten im vollen Gange! Bei der Suche nach Vermissten, kämpfen die Rettungstrupps aber vor allem gegen die Zeit. "Die nächsten 72 Stunden sind entscheidend", so Bürgermeister Sakae Saito. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden bis Sonntag 19 Menschen aus isolierten Häusern gerettet. Rund 1.000 Rettungskräfte, darunter auch Angehörige des Militärs, setzten die Suche nach den Vermissten unter Trümmerbergen und Schlammmassen fieberhaft fort.

Angesichts der aufgeweichten Böden warnten die Behörden auch in anderen Gebieten vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen, zumal auch in den nächsten Tagen weitere Regenfälle erwartet werden. Die Behörden gaben für Atami die höchste Warnstufe aus und riefen zwischenzeitlich 25.000 Haushalte auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Im Zuge der globalen Klimaerwärmung verzeichnet Japan immer mehr starke Regenfälle, wodurch es auch immer öfter zu Erdrutschen kommt. In den zurückliegenden zehn Jahren gingen nach amtlichen Angaben jährlich im Schnitt fast 1.500 Erdrutsche in dem bergigen Inselreich ab - fast doppelt so viele wie in den zehn Jahren zuvor.

(th/APA)

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