Schlange beißt Bub (13)

Mutter klagt Gemeinde

(19.11.2020) Ein Fall, der für Mega-Wirbel sorgt: Im Sommer wurde ein 13-jähriger Schüler auf einem Wanderweg von einer Kreuzotter gebissen. Die Mutter möchte vor Gericht ziehen. Passiert ist der Vorfall diesen Juni. Im Ibmer Moor in der Innviertler Gemeinde Eggelsberg wurde der 13-Jährige neben dem Gehweg von einer Kreuzotter gebissen. Der Schüler hatte sich während der Wanderung mit seiner Mutter dem Tier genähert und wollte es kurz berühren. Der Spaziergang endete mit einer längeren Behandlung im Spital.

Der Schlangenbiss beschäftigte nicht nur die Familie und das Ärzteteam, sondern wurde auch schnell in der Gemeinde zum heiß diskutierten Thema. Die Mutter drohte, die Gemeinde Eggelsberg zu verklagen. Der Grund dafür: Angeblich hat es bis auf eine Tafel in der Mitte des Moors keine Warnhinweise auf Giftschlangen gegeben.

Laut der Tageszeitung „Heute“ ist es vor 2 Wochen zu einem Termin gekommen. Der Fall wurde am Bezirksgericht Mattighofen in einer vorbereitenden Tagsatzung behandelt. Dabei wurde das Prozessprogramm festgelegt. Weiter geht es dann am 9. Dezember. Beide Parteien werden von der Richterin einvernommen.

Erst anschießend wird entschieden, ob eine Klage überhaupt zugelassen wird. Bürgermeister Christian Kager zeigt sich verärgert: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so weit kommt. Dann müssten wir ja auch für jeden Gelsenstich, Zeckenbiss oder Verletzung durch einen Fisch zur Rechenschaft gezogen werden!“ Wie es weitergeht, zeigt sich im Dezember.

(mt)

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