Schock: Forschung mit deinen Daten

(12.04.2018) Droht nun auch in Österreich ein Datenskandal? Künftig soll nämlich ohne Erlaubnis mit deinen Daten geforscht werden können! Die Regierung macht es durch ein neues Ermächtigungsgesetz möglich. Unis und Industrie dürfen dann für Forschungszwecke all deine gespeicherten Daten abfragen.

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Besonders unsere Gesundheitsinfos sorgen da natürlich für Aufregung. FPÖ-Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein hat in einer Aussendung bekannt gegeben, dass sie die ELGA-Daten aber schützen wolle. Dafür braucht es allerdings einen Abänderungsantrag.

Doch es geht nicht nur um ELGA...

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Datenschützer warnen uns. Angelika Adensamer, Juristin bei der Plattform "epicenter.works":
"Das betrifft das Melde- und auch das Personenstandsregister. Wo hat man mit wem zusammen gewohnt? Mit wem war man verheiratet? Geburten, Namensänderungen - alles was der Staat verarbeitet hat, kann auch weitergegeben werden."

Die Regierung versucht zu beruhigen...

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Angeblich soll alles anonym bleiben. Der Name soll durch eine Kennzahl ersetzt werden. Das macht die Sache nicht besser, sagt Adensamer:
"Je mehr Daten ich über eine Person habe, desto leichter finde ich auch deren Identität heraus. Da brauche ich keinen Namen dafür. Da reichen schon das Geburtsdatum und wenige weitere Infos."

Doch es gibt nicht nur Kritiker...

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Bei den Unis kommen die Regierungspläne gut an.

Michaela Fritz, Vizerektorin der MedUni Wien:
"Der Zugang zu den Daten ist für die Forschung und für die Zukunft der Medizin enorm wichtig. Die Patienten profitieren davon. Natürlich gehen wir mit den Daten auch sehr verantwortungsvoll um."

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