Schüler teilen Kinderpornos

Irrer und strafbarer Trend

(04.11.2019) Schüler bringen Kinderpornos in Umlauf! In Deutschland hat es eine bundesweite Kinderporno-Razzia gegeben. Man hat dabei unzählige Kinder und Jugendliche ausgeforscht, die strafbare Bilder und Videos über die Social-Media-Kanäle verbreitet haben. Das Material ist auch deswegen so viral gegangen, weil sich die jungen Täter oft keiner Schuld bewusst sind. Vielen ist offenbar nicht klar, dass das Nacktfoto der Klassenkollegin nicht einfach so geteilt werden darf.

Dieser Trend ist leider auch in Österreich erkennbar, warnt Vincenz Kriegs-Au vom Bundeskriminalamt:
"Das gilt auch für wirklichkeitsnahe Abbildungen von geschlechtlichen Handlungen an einer Person oder einem Tier. Es gibt immer wieder junge User, die solche Sachen weiterschicken. Entweder, weil sie es lustig finden, oder weil sie sich dadurch besser vorkommen. Das ist aber strafbar!"

Das Gesetz spricht hier eine deutlich Sprache. Kriegs-Au:
"Wer so ein Bild oder Video weiterschickt, der macht sich wegen der Verbreitung von Kinderpornografie strafbar. Und der Empfänger wegen des Besitzes."

Wie groß das Kinderporno-Problem auch in Österreich ist, zeigt die Kriminalstatistik: Im Jahr 2009 hat es 471 Anzeigen gegeben, im Jahr 2018 bereits 1.161. Die Prognose für 2019 ist heftig, man rechnet mit rund 1.700 Anzeigen.

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