Schwester erstochen: Prozess

Mord am Wiener Hauptbahnhof

Weil er seine eigene Schwester in aller Öffentlichkeit erstochen haben soll, muss sich ein junger Spanier heute am Wiener Straflandesgericht verantworten. Der 21-Jährige soll im Jänner seine um vier Jahre ältere Schwester am Wiener Hauptbahnhof mit einem Küchenmesser ermordet haben. Für das Opfer ist jede Hilfe zu spät gekommen.

Der Angeklagte soll psychisch krank sein, er hätte Wahnvorstellungen, er soll zum Tatzeitpunkt auch nicht zurechnungsfähig gewesen sein.

Astrid Wagner, die Anwältin des Spaniers:
"Er ist bis kurz vor der Tat völlig unauffällig gewesen. Er hat einen Beruf erlernt, hat in guten Häusern als Koch gearbeitet. Und dann plötzlich ist diese Krankheit bei ihm ausgebrochen. Möglicherweise sind da auch Drogen im Spiel gewesen."

Das Motiv für die Tat ist ziemlich unklar. Wagner:
"Ich kenne ihn jetzt schon seit Monaten. Zu Beginn ist er in seinem Wahn gefangen gewesen. Seine Schwester und sein Vater hätten ihm als Kind schlimme Dinge angetan. Vor kurzem hat er dann gefragt, wo seine Schwester sei. Also schön langsam begreift er erst die Tat."

Die Staatsanwaltschaft wird die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragen.

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