Sea-Watch-5 angegriffen!

Libysche Miliz schießt scharf

(26.09.2025) Die Lage im Mittelmeer spitzt sich erneut zu: In der Nacht auf Freitag beschießt ein Patrouillenboot der sogenannten libyschen Küstenwache das deutsche Rettungsschiff Sea-Watch 5. An Bord befinden sich zu diesem Zeitpunkt 66 Menschen, die kurz zuvor aus Seenot gerettet worden sind. Verletzt wird niemand – doch der Vorfall sorgt für Empörung.

Nach Angaben der Crew fordert das libysche Patrouillenboot Ubari 660 die Sea-Watch 5 zunächst über Funk auf, nach Norden abzudrehen. Das hätte den Abbruch der laufenden Rettungsaktion bedeutet. Die Crew ignoriert die Anweisung – woraufhin das Boot der libyschen Miliz näherkommt und schließlich scharfe Munition auf das Rettungsschiff abfeuert.

Die Seenotretter setzen daraufhin einen internationalen Notruf ab. Gegen 02:30 Uhr trifft das Frontex-Flugzeug Eagle2 ein und bestätigt den Beschuss. Das libysche Boot bleibt in rund acht Seemeilen Entfernung zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass Rettungsschiffe ins Visier geraten. Bereits vor einem Monat wird das Schiff Ocean Viking der Organisation SOS Méditerranée von der libyschen Küstenwache beschossen. Auch damals bleibt es bei Sachschaden und großem Schrecken.

Sea-Watch fordert jetzt Konsequenzen. Einsatzleiterin Eliora Henzler spricht von einer „Eskalation der Gewalt libyscher Milizen gegen Menschen auf der Flucht und gegen zivile Rettungsschiffe“. Sie ruft die Europäische Union und Italien auf, ihre Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache sofort zu beenden.

Libysche Milizen stehen seit Jahren in der Kritik. Sie betreiben Internierungslager, verdienen am Geschäft mit Flüchtlingen und greifen immer wieder Menschen auf dem Weg nach Europa gewaltsam auf. Viele dieser Gruppen sind direkt oder indirekt mit staatlichen Stellen verbunden. Das Patrouillenboot Ubari 660 stammt aus Italien und wurde 2018 an die libysche Küstenwache übergeben. Der jüngste Angriff zeigt erneut, wie gefährlich die Lage für Flüchtende und zivile Helfer im Mittelmeer ist – und wie dringend politische Antworten gefordert sind.

(fd)

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