Seisenbacher-Prozess

Judoka sieht sich als Opfer

Der zweifache Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher verkündet gleich zu Beginn seiner Einvernahme: „Ich bin nicht schuldig!“
Der 59-Jährige hat sich in seiner Einvernahme als Opfer einer Verschwörung bezeichnet. Drei ehemalige Schützlinge hätten sich gegen ihn verabredet: "Davon bin ich überzeugt." Die drei würden sich "sehr gut" kennen und hätten sich über Jahre hinweg "immer wieder getroffen", betont Seisenbacher: "Sie haben oft und lange Gelegenheit gehabt, sich auszutauschen."

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Erstmals soll Peter Seisenbacher auf der Hochzeit seiner Tochter auf den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs angesprochen worden sein und zwar von einem seiner besten Freunde. Diesem Freund gegenüber soll Seisenbacher verraten haben, mit einem Mädchen sei "etwas gewesen", aber "es" sei "im gesetzlichen Alter" und daher wäre es "erlaubt" gewesen.

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Seisenbacher weist die Angaben seines Freundes, die dieser im Rahmen einer polizeilichen Zeugenbefragung getätigt hat, zurück: "Er irrt sich. Er hat gemeint, dass er das gehört hat. Ich habe es nicht gesagt."

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Der Prozess gegen Seisenbacher hätte bereits im Dezember 2016 stattfinden sollen. Kurz vor Verhandlungsbeginn hatte sich Seisenbacher allerdings ins Ausland abgesetzt. Zunächst hielt er sich in Georgien auf, kurze Zeit später ging es weiter in die Ukraine, wo er im August 2017 von Zivilfahndern des Bundeskriminalamts ausgespürt wurde. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Die Verhandlung ist auf zwei Tage verteilt und soll am 2. Dezember zu Ende gehen.

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