Selbstversorger?

Österreich kann das

(19.03.2020) Angesichts der Corona-Pandemie stellen sich Österreicher und Österreicherinnen vermehrt die Frage: “Kann sich unser Land selbst mit Lebensmitteln versorgen?”

Laut Michaela Langer-Weninger, Präsidentin der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, lautet die Antwort Ja! Besonders bei Getreide, Kartoffeln, Zucker, Rind- und Schweinefleisch, Kuhmilch, Bier und Wein ist der Eigenversorgungsgrad sehr gut gegeben.

Im Folgenden schaut das im Detail so aus:

Ganz vorne liegt die Getreideversorgung: Denn da werden jährlich eine Million Tonnen verbraucht und Österreich produziert 4,86 Mio. Tonnen. Auch der jährliche österreichische Durst auf 2,5 Mio Hektoliter an alkoholischen Getränken wird bei einer Produktion von 9,7 Mio. Hektoliter leicht gestillt. Es werden ebenfalls ausreichend Zucker und Milchprodukte hergestellt.

Wie schaut es beim Fleisch aus? Rind- und Schweinefleisch haben wir mehr als genug, so unsere Bauern, nur beim Geflügel schwächelt es: Huhn (80 Prozent) und Pute (50 Prozent).

Apropos Schwachstelle: Bei Ölsaaten und Öl ist der Bedarf nur zu 48 bzw. 55 Prozent gedeckt, so Langer-Weninger. Allerdings muss hier hinzugefügt werden: Bei den Zahlen wurde noch nicht zwischen Nahrungsmitteln und technischem Bedarf unterschieden. Die Prioritätenreihenfolge lautet: Zuerst die Lebensmittel - zuerst für den Teller, dann für den Trog und zuletzt für den Tank.

Auch weniger als die Hälfte beziehungsweise knapp über die Hälfte an Gemüse (55 Prozent) und Obst (40 Prozent) wird in Österreich erzeugt. Das ist aber auch nur darauf zurückzuführen, dass jährlich über 250.000 Tonnen an Zitrus- und Tropenfrüchten importiert werden. Also, iss mehr heimisches Obst :)

(apa/lz)

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