"Minuskind", "Abfalljäger" und "committen"

Österreich sucht wieder das Wort des Jahres. Aus tausenden Vorschlägen hat eine Fachjury der Uni Graz neun Wörter ausgewählt, über die bis Anfang Dezember abgestimmt werden soll. Darunter die Kandidaten "Abfalljäger" oder auch "situationselastisch". Letztes Jahr hat in Anspielung auf Frank Stronach "frankschämen" gewonnen. Ein Titelanwärter für heuer ist das "Datenproletariat".

Es beschreibt zwei Gruppen von Menschen, so Sprachwissenschaftler Rudolf Muhr:
"Allen, die nicht ins Internet können, fehlen die modernen Produktionsmittel, um Geld zu verdienen. Und das zweite ist, dass Google und Facebook dabei sind, alle Daten, wie Bücher und Bilder, an sich zu reißen. Damit machen sie uns alle zum Datenproletariat, weil wir alle keinen Zugang mehr zu diesen Daten haben."

User können auch über ein Jugendwort 2014 abstimmen und beispielsweise aus "dick", "Opfer" oder "Selfie" wählen. Letztes Jahr hat "whatsappen" gewonnen. Wer heuer gewinnt, wird am 4. Dezember verkündet.

Die Kandidaten für das Wort des Jahres sind:

• Abfalljäger
• Datenproletariat
• Freundsche Versprecher
• herumstrolzieren
• Hypotopia
• Keller-Nazi
• Rachemaut
• situationselastisch
• Wörter boarding

Das Unwort des Jahres wird gewählt aus folgenden:

• committen
• Demonstrationssöldner
• GrünInnen
• gut aufgestellt
• Kampfradler
• Negerkonglomerat
• Produktplatzierungen
• Putinversteher
• Sinn haben
• Tugendterrorist

Und das Jugendwort 2014 kann gewählt werden aus:

• dick
• fail
• Immatrikulationshintergrund
• Minuskind
• Naturwollsocken
• Opfer
• Photoshopmuskeln
• Schecksi
• Selfie
• snappen

Hier kannst du deinen Favoriten wählen!

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