Sind Singles unglücklich?
Neue Studie sagt Ja!
(15.01.2026) Wer lange Single bleibt, wird zunehmend einsamer und ist weniger zufrieden. Das sagt jetzt eine Studie der Universität Zürich. Für sie wurden über 17.000 Menschen aus Deutschland und Großbritannien zwischen 16 und 29 Jahren untersucht. Vor allem in den späten Zwanzigern machen sich diese Belastungen dann bemerkbar. Im Fachblatt "Journal of Personality and Social Psychology" schreiben die Forscherinnen und Forscher, dass junge Erwachsene immer mehr auf feste romantische Beziehungen verzichten würden.
Dauerschleife „allein sein“
Es hat sich gezeigt, dass Männer eher länger Single bleiben, genauso wie Menschen, die allein oder noch bei den Eltern wohnen. Auch höher Gebildete schieben Liebesbeziehungen eher in den Hintergrund, weil ihr Fokus auf ihrer Ausbildung liegt. Aber auch Personen, denen es schlecht geht, tendieren dazu, länger keine Partnerschaft zu haben.
Wer allein ist, ist einsam
Laut der Studie weisen junge Erwachsene, die dauerhaft Single sind, mehr Einsamkeit und eine stärkere Abnahme der Lebenszufriedenheit auf. Besonders in den späten Zwanzigern zeigen sich diese Belastungen und auch die Depressivität steigt an. Bei Menschen, die, wenn auch später, Partnerschaften eingehen, ist das nicht so. Laut den Forschenden zeigen diese Ergebnisse "moderate Risiken" für die Gesundheit. Vor allem für Menschen, die bereits ein geringeres Wohlbefinden haben, ist das problematisch. Denn wem es schlechter geht, tut sich schwerer, eine Partnerschaft zu finden. Das kann sich aber auch wieder negativ auf das Wohlbefinden auswirken.
Sobald die befragten Personen der Studie ihre erste Partnerschaft eingegangen sind, verbesserte sich ihr Wohlbefinden. Bei der Depressivität konnte zwar keine Verbesserung festgestellt werden, aber sie fühlten sich weniger einsam und wurden zufriedener.
(APA/TS)