Keine Diagnose

Man werde übers Netz sicher keine Diagnose stellen, sagt Michael Heinrich von der Österreichischen Ärztekammer:
"Die Online-Sprechstunde kann nur als Ergänzung dienen. Man kann zum Beispiel mit einem Diabetiker online Gespräche führen, um ihn zu unterstützen. Das setzt aber immer voraus, dass sich Arzt und Patienten kennen."

Ähnlich sieht es Georg Braune von der Wiener Ärztekammer:
"Wenn es um die Besprechung eines Blutbefunds oder einer Röntgenaufnahme geht, ist es sicher sinnvoll, damit die Patienten nicht wieder durch halb Wien fahren müssen. Auch einfache Auskünfte über die Einnahme eines Medikaments sind vorstellbar."

Patientenanwältin Sigrid Pilz denkt auch an Eltern:
"Wenn ein Kind daheim Fieber hat, kann man online schon mal vorab einiges abklären. Denn mit einem fiebernden Kind in der Ordination zu sitzen - das ist auch nicht immer die beste Idee."

Im Juli 2019 soll es auch in Österreich entsprechende Pilotprojekte geben. Und zwar bei Allgemeinmedizinern, Kinderärzten und Gynäkologen.

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