Song Contest "zu schwul"?

Ungarn sagt ab

Ist der Eurovision Song Contest etwa „zu schwul“? Klingt kurios, aber genau das soll einer der Gründe für den Rückzug Ungarns aus dem Bewerb sein. Im Jahr 2020 findet der ESC ja in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam statt – ohne Ungarn eben. Jetzt kommt auch ans Tageslicht, warum das der Fall ist und Conchita Wurst, die 2014 den ESC für Österreich gewonnen hat, soll ausschlaggebend dafür sein.

Das Land hält den Gesangs-Wettbewerb tatsächlich für „zu schwul“. Der ungarische Sender MTVA macht ab sofort aufgrund der Verbindungen des ESC mit der LGBTQ+-Kultur keine Kandidaten-Castings mehr. Laut der britischen Tageszeitung „Daily Mail“ soll der Song Contest eine „homosexuelle Armada“ sein, die die mentale Gesundheit der Ungarn gefährdet.

Heftige Aussagen kommen zum Beispiel vom TV-Kommentator András Bencsik: „Viele junge Menschen denken, dass das etwas für Leute unter 18 ist, aber auf dieser Veranstaltung findet die Zerstörung des öffentlichen Geschmacks statt, wenn schreiende Transvestiten und bärtige Frauen teilnehmen“.

Der Song Contest findet von 12. bis 16. Mai zum 65. Mal statt und steht unter dem Motto „Open Up“. 41 Länder sind mit am Start. Unser Kandidat steht aber noch nicht fest.

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