Spanier bei Stierhatz aufgespießt!

(08.07.2015) Entsetzen im Netz über ein Video von der Stierhatz in Spanien. Wieder stirbt ein Mensch bei einem der Festivals, bei denen ja Stiere durch die Gassen getrieben werden. Ein Mann in Castellon ist zu langsam, er wird von einem 600 Kilo schweren Bullen zu Boden gedrückt, mehrmals durchbohrt und durch die Luft geschleudert. Andere Teilnehmer versuchen den Stier wegzuziehen und abzulenken, ohne Erfolg. Der Mann kann schließlich zwar flüchten, verstirbt aber im Krankenhaus an seinen schweren inneren Verletzungen.

ACHTUNG! Die Szenen können verstörend wirken.

Drei Touristen in Pamplona aufgespießt

Auch in Pamplona sind beim traditionellen Stiertreiben schon zwei US-Touristen und ein Brite verletzt worden. Die Stiere haben sie aufgespießt, die Verletzungen sind aber nicht lebensgefährlich. Der 30-jährige Brite wurde z.B. von einem Bullen im Analbereich verletzt, ein 38-jähriger US-Urlauber hat eine Stichverletzung unter der Achsel erlitten.

Acht weitere Teilnehmer haben sich Gehirnerschütterungen oder Prellungen zugezogen.

Stierhatz umstritten

Das berühmteste und umstrittenste Stiertreiben gibt es in Pamplona. Dort haben einen Tag vor Beginn rund 200 Tierschützer gegen die Veranstaltung protestiert. "Du läufst. Stiere sterben" war auf Plakaten in verschiedenen Sprachen zu lesen. Dutzende Stiere werden dort, wenn sie die Hatz durch die engen Gassen überleben, am Abend von den Toreros qualvoll getötet.

Die Stier-Hatz ist auch in Spanien mittlerweile äußerst umstritten. Dennoch locken die Festivals jedes Jahr unzählige Besucher an, mehr als die Hälfte davon sind Touristen vor allem aus Europa, den USA und Australien. So lange das so bleibt, werde sich kaum etwas ändern, sagt Irina Fronescu vom Tierschutzverein Vier Pfoten:
"Es wird leider immer noch an dieser Tradition festgehalten, trotz aller Unfälle und Quälereien. Wir geben aber nicht auf und werden Jahr für Jahr darauf aufmerksam machen und Touristen auffordern so etwas nicht zu unterstützen."

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