Spritpreise wieder gestiegen

ADAC kritisiert "Österreich-Modell"

(04.04.2026) Am gestrigen Freitag kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt bundesweit 2,209 Euro, für ein Liter Superbenzin mussten 1,788 Euro bezahlt werden. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Donnerstag, an dem 2,132 Euro für Diesel und 1,748 Euro für Benzin verlangt wurden. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control hervor.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) verwies am Samstag auf eine Untersuchung des Institutes für Höhere Studien (IHS) zur Wertschöpfungskette bei Treibstoffen. Diese habe bisher bestätigt, dass die Preisbildung "am internationalen Markt und nicht national" entsteht. Der Minister richtete eine "eindringliche Aufforderungen" an EU-Energiekommissar Dan Jørgensen für ein "koordiniertes europäisches Vorgehen, mehr Transparenz an den internationalen Handelsplätzen und rasches Handeln".

ADAC kritisiert "Österreich-Modell"

In Deutschland ist mittlerweile eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer Spritpreisregelung ausgebrochen, die sich am österreichischen Modell orientiert: Nämlich, dass nur einmal am Tag zu Mittag der Preis an den Tankstellen erhöht werden darf. In Österreich ist das Montag, Mittwoch und Freitag der Fall. "Die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell hat die Preisentwicklung eher befördert als begrenzt", sagte am Freitag eine Sprecherin des deutschen Automobilclubs ADAC. Und ergänzte: "Die Preise sind seitdem auf einem zu hohen Niveau."

(APA/CD)

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